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Autor Thema: 6551 aus SER hat hohe low Signale?
m.haardt
Stammgast
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ID # 93


  Erstellt am 02. September 2018 01:01 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Hallo,

TxD vom 6551 hat ein zu hohes low Signal für einen Logic Analyzer, der seine Schwelle bei 0,8V hat. Bei der Analyse stiess ich auf den Pulldown R5, der im Schaltplan allerdings fehlt, d.h. das fiel schon mal jemand auf. Im Web ist dazu wenig zu finden. Da der High Pegel angeblich auch nicht besonders hoch ist, ist ein pull down keine gute Lösung.

Mit dem MAX232 und dem früheren 1488 läuft es, weil die zwar auch 0,8V spezifizieren, aber typischerweise bis 1,4V bzw. 1,2V funktionieren, d.h. es läuft aus Glück.

Ich werde die Tage mal schauen, Scope Bilder zu machen und zwei unbenutzte Inverter zur Signalverbesserung zu benutzen.

Interessanterweise spezifiziert das Datenblatt 0,4V max. Aber laut Datenblatt soll der Oszillator auch anschwingen, was er ja gerne mal nicht tut. ;)

Michael

Beiträge: 324 | Mitglied seit: April 2008 | IP-Adresse: nicht gespeichert
m.haardt
Stammgast
**
ID # 93


  Erstellt am 02. September 2018 16:14 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Entwarnung: Das Scope zeigte mir ein Kontaktproblem an /CTS. Anscheinend macht der UART immer hardware flow control, d.h. wenn /CTS nicht sauber aktiv ist, hat das einfachste Testprogramm keine Chance. Der UART hat hochohmige Eingänge, d.h. wie bei HCT muss man alles auf definierte Pegel bringen und Kontaktprobleme führen zu "interessantem" Verhalten. Das habe ich bei einem so alten Baustein nicht erwartet.

low ist ca. 0V und high ca. 5V, es könnte gar nicht besser sein. Es gibt da im Web anderslautende Beschreibungen und ich habe so eine Ahnung, wo das herkommt. ;)

So muss das Testprogramm aus dem Buch aussehen (0.1 ms/div und 2V/div):



Und so sieht es mit dem Saleae 8 channel logic analyzer und pulseview aus (1k samples, 100 kHz, UART, inverted TxD, 9600 8N1):



Ich kann das Ding jedem empfehlen. Meins hat auf Ebay 7 Euro gekostet, dazu nochmal 4 für Kabel mit Kontaktgreifern. Es ist mit maximal 24 MHz zwar jedem anderen Gerät unterlegen, aber es kann kontinuierlich laufen und zeigt dann sofort die Daten an. Das ist zum Debuggen von UART/I2C usw. einfach super. Und für einfaches Debugging am Z80 langt es auch, wenn man es nicht mit spikes oder so zu tun hat.

Gelernt: Der 6551 hat mehr drauf, als man denkt. Und das Testprogramm sollte ein Delay zwischen gesendeten Zeichen haben, weil es sonst schwer ist, Anfang und Ende von Zeichen zu unterscheiden.

Michael

Beiträge: 324 | Mitglied seit: April 2008 | IP-Adresse: nicht gespeichert



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